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„Seelenhärte ist das Abscheulichste unter den Menschen. Sie entspringt der letzten Lebensunfähigkeit und raubt dem Menschen das Eigentlich-Menschliche. Tapferkeit ist etwas ganz anderes.“

Hans Scholl, 25.1.1942

Aktuelles und Veranstaltungen

Straßenbenennung in Moosach nach Mirjam David, Mitstreiterin der Weißen Rose

Montag, 31. Mai 2017, 9.30 Uhr: M-Campus in Moosach: Auf Vorschlag der SWM weiht die Landeshauptstadt München eine Straße auf dem Campus in Moosach nach der Chemiestudentin Mirjam David ein.

Mirjam David studierte und arbeitete am Chemisch-Physikalischen Institut der Ludwig-Maximilians-Universität. Nach den "Nürnberger Gesetzen" galt sie als „Halbjüdin“, da ihr Vater Jude war. Eine wissenschaftliche Karriere blieb ihr versagt.

Mirjam David war mit dem Chemiestudenten Hans Leipelt befreundet und unterstützte ihn in der Verbreitung des sechsten Flugblatts. Nach seiner Verhaftung wurde sie 1943 im KZ Ravensbrück inhaftiert und 1944 vom Volksgerichtshof wegen „Beihilfe zur Vorbereitung zum Hochverrat und Feindbegünstigung“ zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Mirjam David starb 1975 in Garmisch-Partenkirchen. Weiter ...

Auszeichnung für Theaterprojekt

Im Mai wird das Theaterprojekt "Spurensuche" mit dem "Münchner Bürgerpreis für Demokratie - gegen Vergessen" ausgezeichnet.

Im Projekt „Spurensuche“ haben sich 41 Schülerinnen und Schüler des Ernst-Mach-Gymnasiums Haar und der Mittelschule Haar intensiv mit der NS-Zeit und den damals verübten „Euthanasie“-Verbrechen in Haar und München auseinandergesetzt und daraus ein Theaterstück entwickelt. Initiiert und professionell begleitet wurde das Projekt von den Theaterpädagogen Farina Simbeck und Thomas Ritter mit Unterstützung der Bürgerstiftung Haar und der Weiße Rose Stiftung e.V.

Mit dem Theaterprojekt bringen die 13- bis 16-jährigen Schülerinnen und Schüler Menschen in Erinnerung, die wegen einer psychischen Erkrankung oder körperlichen Behinderung unter dem NS-Regime in der Heil- und Pflegeanstalt Eglfing Haar ermordet wurden. Sie haben sich mit den historischen Ereignissen auseinandergesetzt und aktuelle Bezüge zum Thema Inklusion hergestellt. Entstanden ist die dokumentarisch-performative Inszenierung "Spurensuche - Was für ein Mensch willst du sein?", die das Publikum mit einbezieht. Weiter ...

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte die DenkStätte Weiße Rose

Zu Beginn seiner Antrittsreise in Bayern besuchte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Begleitung seiner Frau Elke Büdenbender und des Bayerischen Staatsministers Joachim Herrmann die DenkStätte Weiße Rose in der Ludwig-Maximilians-Universität.

In seiner anschließenden Rede vor Studierenden in der Großen Aula der Universität erinnerte er u.a. an die Weiße Rose und ihre Bedeutung für die Demokratie heute. Wörtlich sagte er: „Die Mitglieder der Weißen Rose hatten Mut zum Widerspruch, und sie haben, inmitten von Krieg und Diktatur, der Hoffnung auf Menschenwürde, Freiheit und Gerechtigkeit eine Stimme gegeben.“ Er sprach von Mut als dem Lebenselixier einer Demokratie, die immer wieder angegriffen werde. Deshalb sei „Mut zum Widerspruch, Mut zuzuhören, Mut zum Kompromiss notwendig.“

Mit seinem Besuch ehrte Frank-Walter Steinmeier die Widerstandsgruppe mit allen ihren Mitstreitern. Die Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung e.V. dankte ihm für diese besondere Würdigung.

Die Weiße Rose in Tschechien

Die Weiße Rose Stiftung e. V. zeigt ihre Wanderausstellung "Die Weiße Rose. Der Widerstand von Studenten gegen Hitler" erstmals in mehreren tschechischen Städten. Weiter ...

Neue Dauerausstellung in der DenkStätte Weiße Rose

Seit 20. Februar 2017 ist die DenkStätte Weiße Rose mit der neuen Dauerausstellung "Die Weiße Rose. Widerstand gegen die NS-Diktatur" wieder eröffnet.

Faltblatt zur neuen Dauerausstellung (PDF)
Impressum

Mit ihrer hellen und klaren Ästhetik entspricht die Ausstellung dem neuesten Forschungsstand und aktuellen museumsdidaktischen Standards. In eindrucksvollen Hör- und Filmdokumenten kommen Zeitzeugen der Weißen Rose in mehreren Medienstationen zu Wort. Die englischsprachigen Texte erleichtern es den zahlreichen Besuchern aus dem Ausland, sich über die Weiße Rose zu informieren.

Besondere Schwerpunkte sind die Präsentation der Flugblätter und der Literaturtisch zu den ideengeschichtlichen Einflüssen auf Denken und Handeln der Widerstandsgruppe. Ein Kurzfilm zeigt die aufwändige Herstellung der Flugblätter der Weißen Rose.

Die Ausstellung „Die Weiße Rose. Widerstand gegen die NS-Diktatur“ wurde von der Landeshauptstadt München und dem Bayerischen Staat finanziell gefördert. Auch die Ludwig-Maximilians-Universität unterstützte das Projekt finanziell und bei vielen praktischen Belangen.

DenkStätte Weiße Rose DenkStätte Weiße Rose

Weitere Informationen und Statements finden Sie unter der Rubrik "Presse".

Besuchergruppen bitten wir vorab um Anmeldung: info@weisse-rose-stiftung.de

Öffnungszeiten ab 20. Februar 2017: Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr und Samstag von 11.30 bis 16.30 Uhr.

Die Werte der Weißen Rose dürfen nicht mißbraucht werden!

Die Widerstandsgruppe Weiße Rose steht heute für Freiheit, Toleranz und Achtung der Menschenwürde. Wer mit Hass und Hetze gegen Minderheiten und Andersdenkende vorgeht, kann sich nicht auf sie berufen. Er verstößt vielmehr gegen die ethischen Grundprinzipien, für die die Weiße Rose nach wie vor steht. Wir halten es daher für verwerflich, wenn einzelne Personen der Widerstandsgruppe aktuell aus höchst durchsichtigen parteipolitischen Werbezwecken als Gallionsfiguren mißbraucht werden.

Die Widerstandsgruppe Weiße Rose hat 1942/43 in sechs Flugblättern an das Gewissen und die Verantwortung der deutschen Bevölkerung appelliert, für Freiheit und Frieden einzutreten. Damals wurden Millionen Menschen ausgegrenzt und ermordet, heute gilt es, eine liberale, offene Gesellschaft zu erhalten.

Die Weiße Rose Stiftung e.V. sieht es als ihre Aufgabe, über die Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur das Bewusstsein für unsere Gegenwart zu schärfen und sich gegen eine Instrumentalisierung hochgeachteter Personen des Widerstands zu wenden.

Weiße Rose Gedächtnisvorlesung 2017

Am 31. Januar 2017 hielt Prof. Dr. Michael Verhoeven die diesjährige Weiße Rose Gedächtnisvorlesung.

Der Regisseur und Drehbuchautor befasste sich intensiv mit der Widerstandsgruppe, der er mit seinem Spielfilm "Die Weiße Rose" 1982 ein filmisches Denkmal setzte. Bis heute wird der Film weltweit gezeigt. Prof. Verhoeven ist Mitglied im Beirat der Weiße Rose Stiftung e. V.

Zum Nachhören: https://www.uni-muenchen.de/aktuelles/weisse_rose/index.html

Geschwister-Scholl-Preis 2016

Am 21. November 2016 erhielt die französische Journalistin Garance Le Caisne den diesjährigen Geschwister-Scholl-Preis für ihr Buch „Codename Caesar. Im Herzen der syrischen Todesmaschinerie“.

Die Dankesrede der Autorin, die Laudatio von Christoph Reuter und weitere Festreden sind nachzulesen auf: http://www.geschwister-scholl-preis.de/preistraeger_2010-2019/2016/index.php

Der Preis wird seit 35 Jahren von der Landeshauptstadt München und dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Landesverband Bayern, vergeben. Er steht für „geistige Unabhängigkeit, bürgerliche Freiheit sowie für moralischen und intellektuellen Mut.“ Weiter ...

Sophie Scholl - eine Ikone des Widerstands


Der Vortrag "Sophie Scholl – eine Ikone des Widerstands", den die Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung e.V. Dr. Hildegard Kronawitter am 19. Mai 2014 in Berlin hielt, ist in "Einsichten und Perspektiven" (hrsg. von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit) abgedruckt.

Ausgabe Einsichten und Perspektiven als PDF und als interaktives E-Paper.