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„Wir haben durch unsere Haltung und Hingabe zu zeigen, daß es noch nicht aus ist mit der Freiheit des Menschen.“

Christoph Probst

Aktuelles und Veranstaltungen

Franz J. Müller, Mitglied der Ulmer Schülergruppe der Weißen Rose, wird 90

Am 8. September 2014 ist Franz J. Müller 90 Jahre alt geworden. Er gehörte der Abiturientengruppe eines Ulmer Gymnasiums an, die das fünfte Flugblatt der Weiße Rose von Sophie Scholl erhielt, hinter der Orgel der Martin-Luther-Kirche in Ulm kuvertierte und an Adressaten im Raum Ulm mit der Post versandte. Im zweiten Prozess gegen die Weiße Rose, am 19. April 1943, erhielten Franz J. Müller, seine Freunde Hans und Susanne Hirzel und Heiner Guter unterschiedlich hohe Gefängnisstrafen. 1945 wurden sie von amerikanischen Truppen aus der Haft befreit.

Franz J. Müller hat mit großem persönlichen Einsatz dazu beigetragen, die Erinnerung an die Weiße Rose wach zu halten. Zusammen mit Inge Aicher-Scholl, Anneliese Knoop Graf, Marie-Luise Schultze-Jahn und anderen gründete er 1987 die Weiße Rose Stiftung e.V. Gemeinsam mit dem damaligen Rektor der Universität Prof. Dr. Andreas Heldrich realisierte er die DenkStätte Weiße Rose in der Ludwig-Maximilians-Universität München, die letztes Jahr von über 28 000 Menschen aus dem In und Ausland besucht wurde.

Heute ist Franz J. Müller Ehrenvorsitzender der Weiße Rose Stiftung e.V., die ihm herzlich zum 90. Geburtstag gratuliert und für seine Erinnerungsarbeit dankt.

Enthüllung des Straßenschilds des Willi-Graf-Rings in Bonn

29. September 2014, 11 Uhr: Willi-Graf-Ring, 53229 Bonn: Enthüllung des Straßenschilds gemeinsam mit dem Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Beuel Guido Déus. Joachim Baez, Beauftragter der Familie Knoop-Graf, spricht ein Grußwort.

Die Schülervertretung des Adelheid-Gymnasiums hatte nach einer Begegenung mit der Schwester von Willi Graf, Anneliese Knoop-Graf, vor Jahren schon einen Antrag gestellt. Nach Abschluss der Ausbaumaßnahmen des Willi-Graf-Rings kann das Straßenschild nun offiziell enthüllt werden.

Willi Graf begann 1937 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn Medizin zu studieren. 1942 wechselte er in die 2. Studentenkompanie nach München, wo er Hans Scholl und Alexander Schmorell kennenlernte. Im Dezember 1942 schloss er sich den Widerstandsaktionen der Weißen Rose an.

Willi Graf wurde am 18. Februar 1943 verhaftet und am 19. April 1943, im zweiten Prozess gegen die Weiße Rose, zum Tode verurteilt.

Neuer Spielfilm von Michael Verhoeven

Nach der Vorführung des Films "Let´s go!" von Michael Verhoeven im Kulturzentrum der Jüdischen Kultusgemeinde München, wird der Spielfilm am 8. Oktober in der ARD gezeigt.

Der Regisseur hat das Drehbuch nach Motiven des Romans "Von Zuhause wird nichts erzählt" von Laura Waco geschrieben. Darin schildert die Autorin ihre Kindheit und Jugend als Tochter jüdischer Eltern im München der Nachkriegszeit.

Für weitere Informationen zum Film:
http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/inhalt/film-und-serie/lets-go-michael-verhoeven-filmbrunch-100.html

Konzert "The Soul of Migration"

Samstag, 11. Oktober 2014, 19.00 Uhr - Große Aula der LMU München

Im Rahmen der 13. Internationalen Bindungskonferenz findet am 11. Oktober 2014 in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität die Konzertlesung „The Soul of Migration: Geschichte einer Heimkehr in der Fremde“ statt. Bereits im letzten Jahr gab es am 12. Oktober - dem Todestag von Willi Graf - in diesem Rahmen eine Konzertlesung zum Thema „Weiße Rose und Widerstand“. Sprecher des Münchner Theaterkollektivs KunstKonstrukt trugen Texte aus den Flugblättern und Verhörprotokollen der Widerstandsgruppe vor.

Musik und Text: blechimpuls - Das Brassensemble aus Ulm, Gesang: Mary Summer aus Stuttgart

Karten: 12 €, für Studierende 9 €
http://bindungskonferenz-muenchen.de/29-0-Anmeldung.html
Falls keine Online-Anmeldung möglich: 089 – 54 82 34 73
Infos zum Konzert: http://bindungskonferenz-muenchen.de/16-0-Abendprogramm.html

Die DenkStätte Weiße Rose am Lichthof der LMU ist an diesem Tag von 12-15 Uhr geöffnet.

Lehrerfortbildung 2014

Mittwoch, 15. Oktober 2014, 10-16 Uhr, DenkStätte Weiße Rose am Lichthof der LMU München, Geschwister-Scholl-Platz 1

Der diesjährige Lehrerfortbildungstag steht unter dem Motto "Sind wir, wie wir heißen? – Schulnamen und ihre Bedeutung für Schulprofil und Schulalltag". Er findet in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit statt.

Anmeldung bitte per Email unter info@weisse-rose-stiftung.de, Ansprechpartnerin ist Sandra Knösel, Tel: 089-2180-5359 Weiter ...

Erneuerung der DenkStätte Weiße Rose: Entscheidung des Münchner Stadtrats

Die studentische Widerstandsgruppe Weiße Rose erfährt auch in diesem Sommer große Aufmerksamkeit von Besuchern aus aller Welt. So informierten sich kürzlich erneut Gruppen aus den USA, Japan, Brasilien, Norwegen, Italien und anderen europäischen Ländern in der DenkStätte Weiße Rose in der LMU über die Weiße Rose. Für viele Schulen aus dem Münchner Umkreis ist ein geführter Besuch dort ohnehin obligatorisch.

„Wir wissen, dass wir mit der Präsentation der Dauerausstellung zur Geschichte der Weißen Rose eine zentrale Vermittlungsaufgabe wahrnehmen“, sagt die Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung e.V., Dr. Hildegard Kronawitter. „Vor diesem Hintergrund sind wir hocherfreut und dankbar über die Entscheidung des Münchner Stadtrats am 17. Juli 2014, sich an der Erneuerung der DenkStätte Weiße Rose finanziell zu beteiligen.“ Sie weist darauf hin, dass Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle ebenfalls eine entsprechende Förderung in Aussicht gestellt hat, über die im Zusammenhang mit dem Staatshaushalt 2015/16 entschieden würde.

Die Erneuerung der DenkStätte soll den heutigen museumsdidaktischen Anforderungen gerecht werden und insbesondere auch eine englischsprachige Vermittlung leisten.

Pressemeldung des Kulturreferats: http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kulturreferat/Presseservice/Pressemeldungen/2014_07/Denkstaette.html

"Sophie Scholl – eine Ikone des Widerstands"

Der Vortrag "Sophie Scholl – eine Ikone des Widerstands", den die Vorsitzende der Weiße Rose Stiftung e.V. Dr. Hildegard Kronawitter am 19. Mai in Berlin hielt, ist in der aktuellen Ausgabe der "Einsichten und Perspektiven" (hrsg. von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit) abgedruckt.

Aktuelle Ausgabe der Einsichten und Perspektiven als PDF: http://www.blz.bayern.de/blz/eup/02_14/Einsichten_Perspektiven_2-2014_Web.pdf
und als interaktives E-Paper: http://www.km.bayern.de/epaper/LZ/EuP/2014_2/index.html

Zwischenruf von Michael Verhoeven - Eine neue Weiße Rose, was soll das?

Michael Verhoeven, Regisseur des für die Erinnerungskultur so bedeutsamen Films "Die Weiße Rose" und Beiratsmitglied der Weiße Rose Stiftung e.V. setzt sich in dem Buch "Was hat der Holocaust mir mir zu tun?", hrsg.v. Harald Roth (Januar 2014), mit dem aktuellen Mißbrauch des Namens "Weiße Rose" auseinander.
Sein Fazit: "Den leuchtenden Namen der Weißen Rose zu missbrauchen ist Blasphemie und Betrug und sollte ebenso unter Strafe gestellt werden wie die Leugnung des Holocaust."

Mit Einverständnis des Autors und des Herausgebers veröffentlichen wir hier den vollständigen Text:
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Kooperation mit dem Theater Eukitea an bayerischen Schulen

Im letzten Herbst gastierte das Theater EUKITEA mit der beeindruckenden Inszenierung „Sophie Scholl – Innere Bilder“ im Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dieser Abend war der Auftakt für weitere Veranstaltungen an Schulen, die das Theaterstück in Kombination mit unserer Wanderausstellung buchen können.

Die Ausstellung „Die Weiße Rose. Der Widerstand von Studenten gegen Hitler, München 1942/43“ ist eine ideale Ergänzung zu „Sophie Scholl – Innere Bilder“. Das Theaterstück wirft Fragen nach den freundschaftlichen Verbindungen innerhalb der Weißen Rose auf, ihren gemeinsamen Widerstandsaktionen und ihrem Schicksal, die anhand der Ausstellung vertieft und beantwortet werden können.
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Weiße Rose Gedächtnisvorlesung 2014

Am 29. Januar 2014 hielt Susanne Breit-Keßler, Regionalbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern im Audimax der Ludwig-Maximilians-Universität die diesjährige Gedächtnisvorlesung: „Dem Rad in die Speichen greifen“ – Widerstand gestern und heute"

Den vollständigen Text der Rede können Sie hier herunterladen
Nachhören kann man sie unter http://www.uni-muenchen.de/aktuelles/spotlight/2014_meldungen/weisse_rose.html
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Audio Guide zum Download

Ab sofort steht unser Audio Guide für die DenkStätte am Lichthof der Ludwig-Maximilians Universität München in Deutsch und Englisch im MP3-Format zum Download bereit:
Download Audio Guide

Geschwister-Scholl-Preis 2013 für Otto Dov Kulka

Otto Dov Kulka, israelischer Historiker und em. Professor für Geschichte an der Hebräischen Universität von Jerusalem, erhielt am 18. November 2013 den Geschwister-Scholl-Preis. Die besondere Würdigung der Jury galt seinem Buch "Landschaften der Metropole des Todes. Auschwitz und die Grenzen der Erinnerung und der Vorstellungskraft", das bei der Deutschen Verlagsanstalt (DVA) erschienen ist.
Die Laudatio hielt die Historikerin Dr. Susanne Heim vom Institut für Zeitgeschichte München, die den Preisträger seit zwei Jahrzehnten aus gemeinsamer Forschungsarbeit kennt.
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Einsichten und Perspektiven

Periodika der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Themenheft 1/2013 in Kooperation mit der Weiße Rose Stiftung e.V., hier als PDF zum Download: Themenheft "Einsichten und Perspektiven" über die Weiße Rose

Inhalt
- 25 Jahre Weiße Rose Stiftung e.V.
- Die Weiße Rose im Gedächtnis der Stadt. Wandel und Kontinuitäten des Gedenkens
- Die Weiße Rose. Zur Bedeutung des Münchner Widerstandskreises
- Präsentation und Vermittlung. Was erwartet der Besucher heute von einer Ausstellung?
- Erzählstrukturen in Ausstellungen. Die Bedeutung von Narrativen, Biografien und Objekten
- Der Lichthof als Lernort
- Schülerwettbewerb: „Kreativer Umgang mit der Weißen Rose“