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"In den Vorlesungen von Prof. Huber hrte man wirklich zu, dachte mit und entdeckte, da er vieles sagte, was auf die augenblicklichen Zustnde bezogen, doppelt aufhorchen lie."

Angelika Probst, 1947

Geschichte / Mitglieder

Hans Scholl

Mir ist der Kopf schwer. Ich verstehe die Menschen nicht mehr. Wenn ich durch den Rundfunk diese namenlose Begeisterung hre, mchte ich hinausgehen auf die eine groe einsame Ebene und dort allein sein.

Hans Scholl, 14. Mrz 1938

Hans Scholl an der Ostfront
Hans Scholl wurde am 22. September 1918 in Ingersheim/Wrttemberg geboren, wo sein Vater Brgermeister war. 1932 zog die Familie nach Ulm. Der Vater bernahm ein Treuhandbro fr Wirtschafts- und Steuerberatung.

In Opposition zum Elternhaus trat Hans Scholl 1933 in die HJ ein, wurde 'Fhnleinfhrer' und gestaltete den 'Dienst' so naturverbunden, abenteuerlich verwegen, da viele Jungen in sein 'Fhnlein' drngten. Enttuscht von der Wirklichkeit des Nationalsozialismus, von der brokratischen, parteigesteuerten Fremdbestimmung in der Gruppe suchte er Kontakt zu Mitgliedern der inzwischen verbotenen dj.1.11, einem Zweig der Jugendbewegung, der im Gegensatz zur bloen Naturromantik mehr kulturelle und sozialkritische Ambitionen hatte.

1937 wurde Hans Scholl vorbergehend verhaftet wegen 'Fortsetzung verbotener bndischer Ttigkeit'. Im selben Jahr wurde er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, danach zum zweijhrigen Dienst in der Wehrmacht.

Im Frhjahr 1939 begann er das Medizinstudium. Trotz Kasernierung und Dienstverpflichtung in einer Mnchner Studentenkompanie fand er gleichgesinnte Freunde.

Im Sommer 1940 machte er als Sanittsfeldwebel den Frankreichfeldzug mit. Bei der Lektre moderner franzsischer Dichter, Philosophen und Theologen entdeckte er ein unorthodoxes Christentum.

Von Juli bis Oktober 1942 wird Hans Scholl zusammen mit seinen Freunden Alexander Schmorell, Willi Graf, Hubert Furtwngler und Jrgen Wittenstein zum Sanittsdienst an die Ostfront kommandiert. "Flugbltter der Weien Rose" sind die ersten vier Flugschriften berschrieben, die Hans Scholl und Alexander Schmorell im Frhsommer 1942 verfassen. Die Weie Rose wird zum Symbol fr die Widerstandsgruppe. Im Januar 1943 gehen die Freunde ber zur massenweisen Herstellung des V. Flugblatts, jetzt untersttzt von Sophie Scholl und Willi Graf. Mehr als 10.000 werden in Deutschland und sterreich versandt.

Anfang Februar 1943 lesen die Mnchner auf Huserwnden der Innenstadt: "FREIHEIT" und "NIEDER MIT HITLER". Hans Scholl, Alexander Schmorell und Willi Graf riskieren die nchtliche gefhrliche Arbeit.

Am 18. Februar 1943 fhrt eine weitere ffentliche Aktion zur Verhaftung von Hans und Sophie Scholl. Sie werden beim Verteilen des VI. Flugblatts in der Universitt beobachtet und denunziert.

Beide werden mit dem Freund Christoph Probst am 22.Februar 1943 vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und am selben Tag durch das Fallbeil hingerichtet.

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