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"Ich bin nach wie vor der Meinung, das Beste getan zu haben, was ich gerade jetzt für mein Volk tun konnte. Ich bereue deshalb meine Handlungsweise nicht..."

Sophie Scholl, Gestapo-Verhörprotokoll 20.2.1943

Geschichte / Mitglieder

Hans Scholl

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„Mir ist der Kopf schwer. Ich verstehe die Menschen nicht mehr. Wenn ich durch den Rundfunk diese namenlose Begeisterung höre, möchte ich hinausgehen auf die eine große einsame Ebene und dort allein sein.”

Hans Scholl, 14. März 1938

Hans Scholl an der Ostfront
Hans Scholl wurde am 22. September 1918 in Ingersheim/Württemberg geboren, wo sein Vater Bürgermeister war. 1932 zog die Familie nach Ulm. Der Vater übernahm ein Treuhandbüro für Wirtschafts- und Steuerberatung.

In Opposition zum Elternhaus trat Hans Scholl 1933 in die HJ ein, wurde 'Fähnleinführer' und gestaltete den 'Dienst' so naturverbunden, abenteuerlich verwegen, daß viele Jungen in sein 'Fähnlein' drängten. Enttäuscht von der Wirklichkeit des Nationalsozialismus, von der bürokratischen, parteigesteuerten Fremdbestimmung in der Gruppe suchte er Kontakt zu Mitgliedern der inzwischen verbotenen dj.1.11, einem Zweig der Jugendbewegung, der im Gegensatz zur bloßen Naturromantik mehr kulturelle und sozialkritische Ambitionen hatte.

1937 wurde Hans Scholl vorübergehend verhaftet wegen 'Fortsetzung verbotener bündischer Tätigkeit'. Im selben Jahr wurde er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen, danach zum zweijährigen Dienst in der Wehrmacht.

Im Frühjahr 1939 begann er das Medizinstudium. Trotz Kasernierung und Dienstverpflichtung in einer Münchner Studentenkompanie fand er gleichgesinnte Freunde.

Im Sommer 1940 machte er als Sanitätsfeldwebel den Frankreichfeldzug mit. Bei der Lektüre moderner französischer Dichter, Philosophen und Theologen entdeckte er ein unorthodoxes Christentum.

Von Juli bis Oktober 1942 wird Hans Scholl zusammen mit seinen Freunden Alexander Schmorell, Willi Graf, Hubert Furtwängler und Jürgen Wittenstein zum Sanitätsdienst an die Ostfront kommandiert. "Flugblätter der Weißen Rose" sind die ersten vier Flugschriften überschrieben, die Hans Scholl und Alexander Schmorell im Frühsommer 1942 verfassen. Die Weiße Rose wird zum Symbol für die Widerstandsgruppe. Im Januar 1943 gehen die Freunde über zur massenweisen Herstellung des V. Flugblatts, jetzt unterstützt von Sophie Scholl und Willi Graf. Mehr als 10.000 werden in Deutschland und Österreich versandt.

Anfang Februar 1943 lesen die Münchner auf Häuserwänden der Innenstadt: "FREIHEIT" und "NIEDER MIT HITLER". Hans Scholl, Alexander Schmorell und Willi Graf riskieren die nächtliche gefährliche Arbeit.

Am 18. Februar 1943 führt eine weitere öffentliche Aktion zur Verhaftung von Hans und Sophie Scholl. Sie werden beim Verteilen des VI. Flugblatts in der Universität beobachtet und denunziert.

Beide werden mit dem Freund Christoph Probst am 22.Februar 1943 vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und am selben Tag durch das Fallbeil hingerichtet.

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